DAS PRIVATRECHT IM PROZESS DER EUROPÄISCHEN INTEGRATION

V.Heutger@law.uu.nl (Utrecht University)

Innerhalb von zwei Jahren wurde die Aufmerksamkeit der Privatrechtswissenschaftler wiederholt auf Dokumente der Europäischen Kommission über die Zukunft des Vertragsrechtes gelenkt. Erst erschien im Juli 2001 eine Mitteilung der Kommission zum europäischen Vertragsrecht, dann wurde 2002 eine Studie über das Zusammenwirken von Sachen und Schuldrecht ausgeschrieben. Im Februar 2003 erschien dann der Aktionsplan der Kommission zu einem kohärenteren europäischen Vertragsrecht. Dieser Aktionsplan war das vorläufige Ergebnis eines Konsultations- und Diskussionsprozesses.
Die Kommission beschränkte sich zu Beginn ihrer privatrechtlichen Aktivitäten vor allem auf das Vertragsrecht. Inzwischen werden auch schon Bereiche wie das Deliktsrecht diskutiert. Ausgeschlossen bleiben noch viele Gebiete. So wurde derzeit noch kein Versuch unternommen das Familienrecht oder das Erbrecht in irgendeiner Weise zu harmonisieren. Dennoch kann man sowohl auf akademischer als auf europäischer Ebene vom Entstehen eines europäischen Privatrechts sprechen.

Schlüsselworte: Privatrechtsvereinheitlichung, Europäische Integration, Rechtskultur, Grundprinzipien, Principles, Europäisches Privatrecht.

Cite as: Viola Heutger, Das Privatrecht im Prozess der Europäischen Integration, vol 7.3 ELECTRONIC JOURNAL OF COMPARATIVE LAW, (September 2003), <http://www.ejcl.org/73/art73-1.html>


Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung
2. Definition des europäischen Privatrechts
2.a Das bürgernahe Recht
2.b Europäische Rechtskultur und EU-Interessen
3. Vergangenheit und Zukunft des europäischen Privatrechts
3.a Die Internationalität der römischrechtlich orientierten Ausbildung
3.b Die nationalen Grenzen der Kodifikationen und der grenzüberschreitender Konsens
4. Zwei Schulen: die Kultivatoren und die Kodifikatoren
4.a Der Erfolg des soft law
5. Die sprachliche Ebene der Rechtsvereinheitlichung
6. Die Stellung der Rechtsvergleichung
7. Die Probleme des derzeitigen europäischen Privatrechts
7.a Die Qualität der Richtlinien
7.b Das Problem der Umsetzung
7.c Das Problem der europäischen Juristenausbildung
7.d Die Gestalt der entstehenden europäischen Privatrechtsprodukte
8. Ausblick
Noten

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